S7 Client
Der S7-Client ist für die Kommunikation mit Siemens S7 SPSen (Speicherprogrammierbaren Steuerungen) zuständig. Er stellt Verbindungen her, liest Datenblöcke und schreibt Daten in die SPS.
Konfiguration
Das Verhalten des S7-Clients wird primär über die Administrationsschnittstelle konfiguriert, die mit Machine- oder Node-Objekten verknüpft ist. Diese Einstellungen werden in der Datenbank gespeichert und definieren die Verbindungsparameter sowie die Datenzugriffsdetails für jede SPS.
Konfigurierbare Parameter (über Admin-Schnittstelle für Machine-Objekte):
Diese Parameter definieren die Verbindung zum SPS-Server und werden am Machine-Objekt konfiguriert:
- S7 Client Enabled: Ein boolesches Flag, um die S7-Client-Funktionalität für eine bestimmte Maschine zu aktivieren oder zu deaktivieren.
- S7 Client Host: Die IP-Adresse oder der Hostname der Siemens S7 SPS.
- S7 Client Rack: Die Rack-Nummer der SPS.
- S7 Client Slot: Die Slot-Nummer der SPS.
- Request Interval: Die Häufigkeit (in Sekunden), mit der der Client versucht, mit der SPS zu kommunizieren.
Konfigurierbare Parameter (über Admin-Schnittstelle für Node-Objekte):
Diese Parameter definieren den spezifischen Datenpunkt innerhalb der SPS und werden an einzelnen Node-Objekten konfiguriert:
- S7 Client DB Number: Die Datenblocknummer (DB), in der sich der Wert des Knotens befindet.
- S7 Client Byte Offset: Der Start-Byte-Offset innerhalb des angegebenen Datenblocks für den Wert des Knotens.
- S7 Client Bit Offset: Der Bit-Offset innerhalb des angegebenen Bytes für boolesche oder Bit-Werte.
Diese Parameter ermöglichen eine flexible Konfiguration für verschiedene SPSen, die mit verschiedenen Maschinen oder Knoten innerhalb des Systems verbunden sind.
Verwendung
Der S7-Client arbeitet als Hintergrundaufgabe, die in einem definierten Anforderungsintervall periodisch mit der SPS kommuniziert. Er verbindet sich mit der SPS, liest Daten basierend auf den konfigurierten Parametern für jeden Node und verarbeitet diese Daten zur Speicherung und Visualisierung innerhalb der Anwendung.
Fehlerbehandlung
Der Client beinhaltet eine grundlegende Fehlerbehandlung für Verbindungsprobleme und Kommunikationsfehler. Wenn ein Verbindungsfehler zur SPS auftritt oder ein Fehler beim Lesen/Schreiben von Daten, werden diese Ereignisse erfasst und protokolliert. Dies ermöglicht die Überwachung des Kommunikationsstatus und die Problemdiagnose.
Integration in die Scada3k-Anwendung
Innerhalb der Scada3k-Anwendung dient der S7-Client als Brücke zwischen physischen SPS-Geräten und dem digitalen SCADA-System. Er ermöglicht:
- Datenerfassung: Periodisches Lesen von Daten aus der SPS (z.B. Sensorwerte, Maschinenstatus) und Speicherung in der Datenbank der Anwendung.
- Steuerung: Ermöglicht potenziell das Zurückschreiben von Daten in die SPS zur Maschinensteuerung (obwohl der primäre Fokus auf dem Lesen liegt).
- Visualisierung: Bereitstellung aktueller und historischer Daten für das Frontend-Dashboard, wo Bediener diese überwachen können.
Insgesamt ist der S7-Client eine Schlüsselkomponente für die Integration industrieller Geräte in die SCADA-Plattform, um eine zuverlässige und konfigurierbare Kommunikation mit SPSen zu gewährleisten.